Chorinformationen
Supertalent-Casting und Dom
„Frohsinn“-Chöre Kamen-Heeren auf großer Köln-Reise
Pünktlich um 9.00 Uhr in der Früh am vergangenen Fronleichnams-Donnerstag setzt sich der voll besetzte Reisebus am Heerener Bürgerhaus in Bewegung. Die Mitfahrer sind 47 Sängerinnen und Sänger des Heerener Frauenchores „Frohsinn“ und des MGV Quartett-Verein „Frohsinn“ mit Chorleiter Michael Breloer, dazu Kreischorleiter Michael Kauke und drei Angehörige.
Als erstes Ziel steuern die Chöre die MMC-Studios in Köln an. Hier soll das Casting für die Bohlen-Show „Das Supertalent“ stattfinden. An dem riesigen Komplex (über 50 Fernsehstudios) angekommen, steht die Gruppe zunächst einmal vor verschlossenen Türen: Hier kommt nur rein, wer sich registriert hat. Nach kurzer Wartezeit werden die „Frohsinn“-Chöre dann hereingelassen und der Aufnahmeleiter bringt sie zum „roten Saal“ – denn hier sollen gleich ihre Stimmen erklingen. Nach einigen Formalitäten wird der Chor dann in den Aufnahmeraum geführt – statt der Farbe Rot dominiert hier allerdings Schwarz. Nach einer „Aufwärmrunde“ heißt es dann: „Kamera läuft !“, und die Sängerinnen und Sänger lassen die extra für das Casting erlernten Gospel-Stücke „Marching in the light of love“ und „My lord, what a morning“ erklingen. Neben einer feststehenden Kamera werden sie dabei von einem anderen Kameramann in Nahaufnahmen gefilmt. 15 Minuten später ist das Spektakel dann schon wieder vorbei – Chorleiter Michael Breloer wird noch vor laufender Kamera interviewt und anschließend macht ein Kamerateam von RTL ein weiteres Interview mit ihm und Anke Piesch, die die Chöre zum Casting angemeldet hatte.
Erleichtert verlässt der Chor den dunklen Raum – nun heißt es warten: Erst Ende Juli wird man erfahren, ob man eine Runde weiter ist und dann wirklich auf den Poptitan treffen wird.
Von über 40000 Bewerbern werden nur ca. 400 zu den weiteren Castings eingeladen.
Als nächste Station steuert die Gruppe nun den Kölner Dom an. Dort ist gerade die Fronleichnamsprozession zu Ende gegangen und die Domplatte schwarz vor Menschen.
Kurzerhand positionieren sich die Sängerinnen und Sänger mitten auf dem Platz und singen die Lieder aus dem Casting ein weiteres Mal – dieses Mal jedoch vor mehreren hundert Zuhörern. Die Gruppe wird vielfach fotografiert und gefilmt und erntet für die spontanen Darbietungen kräftigen Beifall.
Nach der nun folgenden freien Zeit – man gönnte sich in den Cafes und Kneipen etwas Gutes oder macht einen Stadtbummel- traf man sich um 15.30 Uhr wieder auf der Domplatte.
Nach einigem Hin und Her hatte der Chor dann die Genehmigung bekommen, im Dom selbst ein Lied zu singen: Kaum waren die ersten Töne des „Ave Glöckchen“ gesungen, versammelte sich in dem ehrwürdigen Gemäuer schlagartig eine Menschentraube um den Chor und lauschte der Vorführung. Sängerinnen und Sänger waren überwältigt von der Akustik im Dom und von der Anteilnahme der Gotteshausbesucher, die am Ende sogar im Dom nicht mit spontanem Beifall sparten.
Zufrieden und begeistert von den verschiedenen Eindrücken des Tages machte sich die Gruppe danach wieder auf den Heimweg nach Heeren, wo man einen ereignisreichen und schönen Tag im Vereinslokal „Bürgerhaus“ ausklingen ließ.
Natürlich hoffen die Chöre, mit Ihrem Auftritt überzeugt zu haben und eine Runde weiter zu sein – daher werden sie auch gleich nach der als nächstes anstehenden Schlagernacht am 09. Juli (ab 17.30 Uhr im Bürgerhaus Heeren) weitere Stücke einstudieren, die dann in einer möglichen weiteren Castingrunde vorgetragen werden sollen.
Frauen und Männer jeden Alters, die Interesse haben, sich an der Chorarbeit zu beteiligen und auch einmal solch außergewöhnliche Erfahrungen und Erlebnisse haben möchten, sind herzlich eingeladen, sich den Chören anzuschließen: Der Männerchor probt jeden Donnerstag von 18.45 Uhr bis 20.15 Uhr, der Frauenchor von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr.
Beide Proben finden im Heerener Bürgerhaus statt.